Der Haushaltsplan für 2024 sehe im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 68 Prozent für Verteidigung vor. Damit stiegen die Ausgaben in diesem Bereich auf sechs Prozent des Bruttoinlandsprodukts, hieß es in London weiter. "Im Gegensatz dazu werden die Ausgaben für Bildung und Gesundheit auf dem Stand von 2023 eingefroren, was aufgrund der Inflation einer realen Ausgabenkürzung entspricht."
Das britische Ministerium wies zudem darauf hin, dass wegen der hohen Opferzahlen im Angriffskrieg gegen die Ukraine die Ausgaben für die Versorgung verletzter Soldaten sowie die finanzielle Hilfe für Angehörige der Getöteten stiegen. Nach britischen Informationen wurden seit Kriegsbeginn im Februar 2022 etwa 150.000 bis 190.000 russische Soldaten getötet oder dauerhaft verwundet.
Der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba zitierte Forbes mit dem Bericht, dass Russland zwischen Februar 2022 und August 2023 rund 167 Milliarden US-Dollar (152 Milliarden Euro) für den Krieg ausgegeben habe, womit es in ganz Russland fast 24.000 Kindergärten, mehr als 4.500 Entbindungsstationen oder etwa 17.000 Schulen hätte bauen können. "Stattdessen haben russische Kriegsverbrecher ukrainische Kindergärten, Entbindungsstationen, Schulen und Krankenhäuser bombardiert und dabei insgesamt fast 120.000 zivile Gebäude zerstört."