Das Zentrum nehme seine Arbeit wohl Ende Mai auf und zeige auch die Entschlossenheit der Partner der Ukraine, das Land in seinem Krieg gegen Russland weiter zu unterstützen, sagte Pistorius am Rande des Treffens der Ukraine-Kontaktgruppe auf dem US-Militärstützpunkt Ramstein. Nächste Woche werde es eine erste Arbeitssitzung geben. Pistorius kündigte zudem die Ausbildung von mehr als 100 ukrainischen Soldaten am Kampfpanzer Leopard 1 an.
Einer möglichen Lieferung deutscher Kampfjets an die Ukraine erteilte er eine Absage. Ukrainischen Piloten sei mit Flugzeugen geholfen, die sie zeitnah fliegen und die vor Ort gewartet werden könnten, sagte Pistorius. "Da steigt man nicht wie von einem Mietwagen in den anderen um." Die deutschen Tornados und Eurofighter hätten andere Fähigkeiten als jene, die in der Ukraine gebraucht würden. "Das adressiert sich an die, die die richtigen Flugzeuge haben."
Zu einer möglichen Nato-Mitgliedschaft der Ukraine sagte der Minister, es sei für eine solche Diskussion jetzt nicht der richtige Zeitpunkt. "Alle sehen die Ukraine in der Zukunft als Nato-Partner, aber bis dahin ist es noch ein Weg." Jetzt gehe es darum, dass die Ukraine im Krieg gegen Russland die Oberhand behalte. "Am Ende entscheiden die Nato-Partner, wer Mitglied wird. Ich nehme die breite Zustimmung wahr, aber es ist jetzt nicht der Zeitpunkt."
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