US-Diplomaten, die sich an sogenannten "subversiven Aktivitäten" beteiligen, würden ausgewiesen, zitierte Tass die Quelle. Ein Sprecher des US-Außenministeriums bestätigte, dass die US-Botschaft eine diplomatische Note vom russischen Außenministerium erhalten habe, sagte jedoch, dass die allgemeine Politik des Ministeriums darin bestehe, die diplomatische Korrespondenz nicht zu kommentieren.
In dem Konflikt hat Russland Einreiseverbote gegen 77 weitere US-Amerikaner verhängt. Betroffen sind unter anderen Gouverneure mehrere US-Bundesstaaten, wie aus einer Mitteilung des russischen Außenministeriums vom Mittwoch hervorgeht. Es handele sich um eine Reaktion auf vergleichbare Strafmaßnahmen Washingtons gegen russische Staatsangehörige, hieß es aus Moskau. Auf der sogenannten Stopp-Liste Russlands stehen damit nun insgesamt mehr als 1300 US-Bürger.
Großbritannien hat eine neue Sanktionsrunde gegen die "russische Militär- und Kreml-Elite" angekündigt. Das Sanktionspaket richtet sich gegen sechs Einrichtungen, die militärische Ausrüstung wie Drohnen für Russlands Invasion in der Ukraine bereitstellen, sowie gegen acht Einzelpersonen und eine Einrichtung, die mit "schändlichen Finanznetzwerken verbunden sind, die dazu beitragen, Reichtum und Macht unter den Eliten des Kreml zu erhalten", heißt es in einer Regierungserklärung. "Die Ukraine hat Putin gezeigt, dass sie unter seiner tyrannischen Invasion nicht zerbrechen wird.
Er hat darauf reagiert, indem er wahllos zivile Gebiete und kritische nationale Infrastrukturen im ganzen Land angegriffen hat", sagte der britische Außenminister James Cleverly in der Erklärung. "Wir können ihn nicht erfolgreich sein lassen. Wir müssen unsere Unterstützung verstärken", fügte er hinzu. "Diese neuen Sanktionen verstärken den wirtschaftlichen Druck auf Putin – sie untergraben seine Kriegsmaschinerie, um der Ukraine zu helfen, sich durchzusetzen", sagte Cleverly. "Ich bin entschlossen, im Einklang mit unseren Gesetzen, dass Russland keinen Zugang zu den Vermögenswerten haben wird, die wir eingefroren haben, bis es seine Bedrohungen für die territoriale Souveränität und Integrität der Ukraine ein für alle Mal beendet hat."
Wie viele andere Staaten haben auch die USA als Reaktion auf Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine Sanktionen verhängt. Neben Einreiseverboten zählen dazu etwa auch weitreichende Wirtschaftsbeschränkungen. Moskau stellt diese Strafmaßnahmen immer wieder als Ausdruck einer angeblich anti-russischen Haltung westlicher Staaten dar.
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