Deutschland versucht derzeit, eine Allianz zur Lieferung von Leopard-2-Kampfpanzern zu schmieden.
Die Bundesregierung hat 14 Exemplare zugesagt. Finnlands Außenminister Pekka Haavisto sagte nach seinem Treffen mit Baerbock, dass seine Regierung noch nicht entschieden habe, ob sie sich an der Allianz beteiligt. Baerbock betonte, wie wichtig es sei, dass die Lieferung solch schweren Waffen im Verbund mit anderen Staaten erfolgt. "Wir sind dankbar, wenn andere Länder diese Entscheidung treffen", sagte sie mit Blick auf die Beratungen am Dienstag.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hofft auf eine Entscheidung für weitere Waffenlieferungen an sein Land beim Treffen der sogenannten Ukraine-Kontaktgruppe in Brüssel. "Wir arbeiten daran, dass sich alle unsere Verhandlungen in den Rüstungsbeschlüssen unserer Partner spiegeln", sagte Selenskyj am Montagabend in einer Videoansprache. Damit bezog er sich auf das Treffen am Dienstag, aber auch auf weitere Gespräche bis zum ersten Jahrestag des russischen Angriffs am 24. Februar. "Neue bilaterale Gespräche und Treffen sind geplant", sagte Selenskyj.
Dabei könnten auch die Kampfjets eine Rolle spielen. Mehrere Nato-Staaten und Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg haben sich bereits offen für eine Lieferung gezeigt. "Wichtig ist, dass die Nato nicht Teil des Konflikts ist", sagte der Norweger am Montag in Brüssel. Dabei betonte er den Unterschied zwischen einer von der Nato durchzusetzenden Flugverbotszone über der Ukraine und der Möglichkeit, dass Nato-Partner Kiew Flugzeuge liefern, die die Ukrainer selbst nutzten. "Das sind zwei sehr unterschiedliche Dinge." Falls die Nato selbst eine Flugverbotszone durchsetzen würde, wäre das eine direkte Beteiligung der Nato, sagte Stoltenberg. Es sei jedoch etwas ganz anderes, der Ukraine verschiedene militärische "Fähigkeiten" zur Verfügung zu stellen. "Das wird uns nicht zur Konfliktpartei machen", sagte er
Nach dem Treffen im Ramstein-Format kommen in Brüssel auch die Verteidigungsminister der 30 Nato-Staaten zusammen.
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