Jedes Land müsse entscheiden, ob es zulassen wolle, dass ein Verhalten wie das Russlands zur Norm werde. "Ich wüsste nicht, wie das im Interesse irgendeines Landes sein sollte", schrieb sie weiter. Baerbock will am Dienstag in Pretoria mit ihrer Kollegin Naledi Pandor Gespräche führen, bei denen der Umgang mit Russland eine zentrale Rolle spielen dürfte. Offiziell erklärt sich Südafrika in dem Konflikt neutral. Präsident Cyril Ramaphosa war kürzlich mit einer afrikanischen Delegation zu Vermittlungsbemühungen in Russland und der Ukraine, allerdings ohne erkennbaren Erfolg.
"Die afrikanische Friedensinitiative kann eine gute Gelegenheit sein, das Gewicht Südafrikas zum Tragen zu bringen", schrieb Baerbock dazu. Die Stimme Südafrikas sei auf der internationalen Bühne wichtig: "Wenn das Land von Mandela und Desmond Tutu sich gegen Ungerechtigkeit ausspricht, hört die Welt zu." Baerbock sprach sich in ihrem Gastbeitrag außerdem für die Zusammenarbeit beim Übergang zu erneuerbaren Energien und grünem Wasserstoff aus und betonte die Bedeutung von Gleichberechtigung und Korruptionsbekämpfung.
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