Zunächst gehe der Krieg weiter. "Und wir bewegen uns in die Richtung, um alle gesetzten Ziele zu erreichen", sagte Peskow. Mit Blick auf das chinesische Papier meinte er, dass die einzelnen Punkte genauestens analysiert werden müssten. Am Ende müssten die Interessen verschiedenster Seiten berücksichtigt werden für etwaige Verhandlungen. "Das ist ein sehr langer und gespannter Prozess", betonte Peskow.
Zum ersten Jahrestag des Beginns der russischen Invasion am vergangenen Freitag hatte China ein Positionspapier vorgelegt und darin unter anderem einen Waffenstillstand und Verhandlungen gefordert. Westliche Diplomaten und Experten reagierten skeptisch und enttäuscht, da das Zwölf-Punkte-Dokument keine neue Initiative erkennen ließ. Zudem gilt China als enger Verbündeter Russlands und hat den Einmarsch in die Ukraine nie klar verurteilt.
Nicht äußern wollte sich Peskow zu westlichen Berichten, wonach China Waffenlieferungen an Russland in Erwägung zieht. Auf eine entsprechende Frage von Journalisten sagte Peskow lediglich: "Diese Information wurde bereits von der chinesischen Seite dementiert."
Russland spricht bei seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine nun auch offiziell von einer Offensive im Gebiet Donezk. Das Verteidigungsministerium in Moskau berichtete am Montag von Artilleriefeuer und Luftschlägen. Die ukrainische Seite beklagte ein brutales Vorgehen.
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