Der Generalsekretär fügte hinzu, dass, obwohl derzeit Beratungen über den NATO-Beitrittsantrag der Ukraine laufen, er "nicht in der Lage sei, dem Ergebnis dieser Beratungen zuvorzukommen". "Was ich sagen kann ist, dass sich die Alliierten eigentlich schon in vielem einig sind", bemerkte Stoltenberg und verwies als Beispiel auf die NATO-Beitrittseinladungen an Finnland und Schweden. Wir stimmen auch unserer Aussage von 2008 zu, dass die Ukraine Mitglied des Bündnisses werden wird. Wir sind uns auch einig, dass es nicht Sache Russlands, sondern der Ukraine und den NATO-Verbündeten ist, zu entscheiden, wann der richtige Zeitpunkt ist, die Ukraine einzuladen", fügte Stoltenberg hinzu.
Der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj hat Stoltenberg bereits bei früheren Gelegenheiten gedrängt, sich auf einen Zeitrahmen für den Beitrittsantrag der Ukraine festzulegen. Bei einem Besuch in Moldawien Anfang Juni betonte Selenskyj, dass die Ukraine "bereit ist, der NATO beizutreten und lediglich darauf wartet, wann die NATO bereit sein wird". Zum bevorstehenden NATO-Gipfel in Lettland sagte Selenskyj in einem Gespräch mit dem britischen Premierminister Rishi Sunak: "Es ist wichtig, der Ukraine konkrete Beitrittsperspektiven zu bieten. Wir haben auch Schritte zur Umsetzung der Friedensformel und zur Vorbereitung von Sicherheitsgarantien für die Ukraine besprochen."
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