"Wir lassen nicht zu, dass jemand das 'Wir' in unserem Land danach unterscheidet, ob jemand eine Einwanderungsgeschichte hat oder nicht." Der Kanzler fügte hinzu: "Wir schützen alle - unabhängig von Herkunft, Hautfarbe oder wie unbequem jemand für Fanatiker mit Assimilationsfantasien ist."
Nach Recherchen des Netzwerks Correctiv hatten sich AfD-Politiker, Neonazis und Unternehmer im November 2023 in einem Hotel nahe Potsdam getroffen, um die Vertreibung von Millionen Menschen mit Zuwanderungsgeschichte aus Deutschland zu besprechen. Dazu sollen der Unternehmer Hans Christian Limmer sowie der Rechts-Extremist Gernot Mörig eingeladen haben. Der Einladung waren den Recherchen zufolge auch zwei Vertreterinnen des CDU-nahen Vereins Werteunion gefolgt.
Nach Angaben von Correctiv dominierte offenbar das brisante Thema "Rückwanderung" die Diskussionen zwischen AfD-Politikern und rechts-extremen Aktivisten, wobei Sellner angeblich die Zwangsauslieferung "nicht assimilierter" deutscher Staatsbürger als größte "Herausforderung" der AfD darstellte.
Zu den bei dem Treffen diskutierten Ideen gehörten laut Correctiv auch Abschiebungen in einen namentlich nicht genannten Staat in Nordafrika, der Platz für bis zu zwei Millionen Menschen bieten würde. Auch Personen, die sich für Flüchtlinge in Deutschland einsetzen, könnten dorthin abgeschoben werden, soll Sellner vorgeschlagen haben.