Nach Informationen schwedischer Medien handelte es sich um elektronische Güter, die zur Entwicklung von Atomwaffen hätten genutzt werden können. Skvortsov habe dem Geheimdienst und "einem Teil des russischen Staatssystems" eine Plattform geboten, um illegal diese Technologie zu beschaffen - darunter vor allem elektronische Geräte, die für Moskau und die russischen Streitkräfte wegen Exportbeschränkungen und Sanktionen nicht auf dem freien Markt verfügbar waren, hatte der Staatsanwalt betont.
Skvortsov war vor knapp einem Jahr bei einer Razzia im Morgengrauen unter Einsatz zweier Hubschrauber vom Typ Blackhawk in seinem Haus im Stockholmer Vorort Nacka festgenommen worden. Aus Gründen der nationalen Sicherheit fand ein Teil des Verfahrens hinter verschlossenen Türen statt. Als Zeugen waren unter anderem ein FBI-Vertreter aus den USA und Kollegen vom schwedischen Geheimdienst gehört worden. Der Geschäftsmann und seine Frau waren in den 1990er Jahren nach Schweden ausgewandert. Beide hatten zwischenzeitlich hohe Positionen in mehreren Unternehmen für den Im- und Export industrieller Güter inne.
Im Januar war in Schweden ein ehemaliger schwedischer Geheimdienstmitarbeiter wegen Spionage für den russischen Dienst GRU zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Sein Bruder erhielt eine knapp zehnjährige Gefängnisstrafe.