Merz betonte: "Wer jetzt hier in Berlin immer noch glaubt, er könnte so weitermachen wie bisher, der irrt sich." Die Hand der Union zur Koalition sei vor allem beim drängendsten Problem der Begrenzung der irregulären Migration weiterhin ausgestreckt. Man werde dabei aber "keinem faulen Kompromiss zustimmen."
Der CDU-Chef gratulierte der Hessen-CDU und Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) zu einem "überragenden Wahlsieg", der auch einer großen Geschlossenheit der CDU insgesamt zu verdanken sei. Merz fügte hinzu: "Das Erstarken der AfD beschwert uns sehr." Wählerwanderungen zeigten jedoch, dass es eine Bewegung von der SPD zur AfD gebe. Daher sei es eine gemeinsame Aufgabe, dass die politische Mitte die Probleme löse.
Die CDU hatte in Hessen laut dem vorläufigen Ergebnis 34,6 Prozent der Stimmen (+7,6 Punkte) geholt. Zweitstärkste Kraft wurde die AfD mit 18,4 Prozent (+5,3). Die SPD kam auf 15,1 Prozent (-4,7), die Grünen auf 14,8 Prozent (-5,0). Die FDP schaffte knapp den Einzug in den Landtag mit 5,0 Prozent (-2,5).