Den Beitritt müssen alle 30 Nato-Länder ratifizieren. Die Türkei blockiert das Verfahren seit langem. Sie wirft Schweden unter anderem vor, nicht konsequent genug gegen Menschen und Organisationen vorzugehen, die Ankara als terroristisch einstuft. Ungarn ist neben der Türkei das letzte Nato-Land, das die Beitritte der beiden Staaten noch nicht ratifiziert hat. Nach langer Wartezeit soll das Parlament nun in Kürze darüber beraten, es wird mit einer Zustimmung gerechnet.
Den Beitritt müssen alle 30 Nato-Länder ratifizieren. Die Türkei blockiert das Verfahren seit langem. Sie wirft Schweden unter anderem vor, nicht konsequent genug gegen Menschen und Organisationen vorzugehen, die Ankara als terroristisch einstuft. Ende Januar hatte die Türkei geplante Beratungen mit Schweden und Finnland im Februar laut Medienberichten abgesagt. Zuvor hatten Rechtsextreme in der Öffentlichkeit einen Koran verbrannt und damit die Türkei erzürnt. Der Stillstand bei den Verhandlungen hatte Spekulationen darüber befeuert, ob Finnland der Nato womöglich zunächst allein beitreten könnte.
Schwedens Ministerpräsident Ulf Kristersson hatte jüngst gesagt, er rechne damit, dass seine Regierung am 9. März einen Beschluss hinsichtlich einer neuen Terrorgesetzgebung treffen wird. Damit werde ein sehr wichtiger Schritt dabei getätigt, das trilaterale Memorandum zwischen Schweden, Finnland und der Türkei zu vollenden. Kristersson nutzte einen Fernsehauftritt erneut dazu, für einen gemeinsamen Beitritt Finnlands und Schwedens zu plädieren. "Ich arbeite hart daran, dass wir beide gemeinsam beitreten", sagte Kristersson. "Finnland hat ja eine extrem lange Grenze zu Russland. Einander zu helfen und einander zu verteidigen würde besser funktionieren, wenn wir beide in der Nato wären."Die Vereinbarung hatten die drei Länder vergangenen Juni getroffen.
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