Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) hatte mit Polen und Tschechien gemeinsame Streifen auf dortigem Staatsgebiet vereinbart. Mit einer Taskforce wollen Deutschland, Polen und Tschechien stärker gegen irreguläre Migration an ihren Grenzen vorgehen. Nach Angaben des Bundesinnenministeriums ist geplant, effektiv gegen Schleuser vorzugehen sowie unerlaubte Einreisen zu erkennen und zu verhindern.
Zuvor hatte Faeser verstärkte flexible Kontrollen an den Grenzen zu Tschechien und Polen angekündigt. Feste Grenzkontrollen, die es schon an der Grenze zwischen Bayern und Österreich gibt, will sie derzeit nicht darüber hinaus bei der EU-Kommission beantragen. Die Union fordert dies aber auch für die Grenzen zu Polen und Tschechien.
Die Gewerkschaft der Polizei unterstützt das gemeinsame Vorgehen Faesers mit Polen und Tschechien, fordert aber auch mehr Mittel und Personal. "Um nachhaltige Erfolge zu garantieren, ist insbesondere auch eine finanzielle und personelle Stärkung ziviler Polizeikräfte sowie kriminalpolizeilicher Ermittlungen dringend notwendig", sagte der GdP-Bundesvorsitzende. Die europäische Polizeibehörde Europol und die Europäische Agentur für die Grenz- und Küstenwache, Frontex, müssten in ihrer operativen Arbeit gestärkt werden.
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